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DAS ATERT-LYCÉE: ZEIT FÜR MEHR

Im September 2008 wird das Atert-Lycée (ALR) seine Türen öffnen, die Vorbereitungsarbeiten sind in vollem Gange.

Die Schule als solche – das darf man guten Gewissens behaupten – braucht keinen Vergleich zu scheuen: Das Gebäude wurde nach dem Prinzip des Niedrigenergiehauses errichtet und fügt sich nahtlos in das „grüne Bild“ des Westkantons ein. Das gesamte Schulgelände umfasst nahezu 10 Hektar. Die Außenanlage mit ihrem Amphitheater, dem Park mit eignem Schulgarten, dem Lernpfad, den Feuchtzonen und den Klassen im Grünen lädt zur naturnahen Umwelterziehung geradezu ein. Die geräumigen und gut ausgestatteten Klassensäle bieten beste Lernvoraussetzungen und erlauben den Einsatz unterschiedlichster Unterrichtsmethoden. Auch sonst werden die Schüler alles vorfinden, was eine moderne Schulinfrastruktur auszeichnet: vielfältige Aufenthaltsgelegenheiten, ein schuleigenes Restaurant, eine Cafeteria, ein Cyber-Cafe, eine benutzerfreundliche Bibliothek, dazu eine Sportanlage, die mit ihrer großzügig dimensionierten Sporthalle, eigenem Schwimmbad, Kletterwand, einem separaten Mehrzweck-Sportraum, einem Kraftraum sowie einem synthetischen Außenfeld die Ausübung aller erdenklichen Sportarten ermöglicht.

Eine Schule besteht aber nicht nur aus Klassensälen und Computern, aus Ateliers und einem Pausenhof. Das Wesentliche passiert in den Herzen und Köpfen der Menschen – Schüler, Lehrer, Eltern –, die aus dem ALR ihre Schule machen werden, einen Ort, an dem man vieles lernt und gerne zusammenlebt. Seit nunmehr bald zwei Jahren kommt ein mittlerweile 16‑köpfiges Team um Schulleiter Claude Boever in regelmäßigen Abständen zusammen, um dieses Ideal mit Leben zu füllen. In dem Schulentwicklungsplan, den die Steuergruppe des ALR erarbeitet hat, genießen erfolgreiches Lernen und das soziale Miteinander oberste Priorität. Unser Ziel ist es, die beruflichen und gesellschaftlichen Chancen der Schüler zu verbessern, indem wir ihre individuellen Talente optimal fördern. Den Willen und die Bereitschaft sich zu engagieren, müssen wir voraussetzen. Unsere Arbeit wird es sein, Mittel und Wege zu finden, die Motivation der Jugendlichen zu stimulieren, ihre Bedürfnisse und Ansichten ernst zu nehmen, ihre Fähigkeiten anzuerkennen und zu entwickeln sowie ihre Grenzen gegebenenfalls zu respektieren.

Daraus ergibt sich die Forderung eines differenzierten Unterrichts, der die Schüler zu selbständigem und eigenverantwortlichem Arbeiten erzieht. Die Schüler müssen sich aktiv mit Aufgaben und anspruchsvollen Arbeiten auseinandersetzen, die ihrem tatsächlichen Leistungsvermögen entsprechen. Das Üben und Wiederholen darf nicht zu sehr in die Hausaufgaben verlagert werden, weil die Schule sonst die Kontrolle über diesen wichtigen Teil des Lernprozesses verliert. Deshalb werden drei zusätzliche Übungseinheiten („Wochenplanstunden“) in den Stundenplan integriert. Außerdem können die Schüler in der Mittagsstunde oder nach Schulschluss auf zusätzliche Hausaufgabenbetreuung oder andere Lernangebote zurückgreifen. Unter dem Strich werden sie deshalb länger in der Schule sein, dafür werden aber die Hausaufgaben teilweise erledigt sein, wenn sie nach Hause kommen.

Auf dem Weg in das selbstständige Lernen dürfen die Schüler sich freilich nicht selbst überlassen bleiben. In der Unterstufe übernehmen deshalb jeweils 3 Lehrer einer Klasse die Rolle des Lerncoachs. Sie betreuen eine kleine Gruppe von Schülern und helfen ihnen dabei, ihr Lernen vernünftig zu organisieren. Einmal pro Woche redet der Coach mit seiner Gruppe über Lernschwierigkeiten und –fortschritte; er gibt den Schülern Tipps, was sie besser machen können, und er zeigt ihnen auch, wie sie sich gegenseitig unterstützen können.

Um eine vergleichbare Unterrichtsqualität auf den verschiedenen Klassen sicherzustellen, werden die Schüler einer Jahrgangsstufe, also etwa alle Schüler einer 7e ST, zweimal pro Jahr gemeinsam geprüft. Neben diesen klassenübergreifenden Vergleichsarbeiten gibt es kontinuierliche Lernfortschrittttests, mit deren Hilfe die Schüler kontrollieren können, ob sie die einzelnen Lernschritte beherrschen. Die Eltern über das Erreichte zu informieren, ist uns wichtig. Viermal pro Jahr werden sie offiziell über den Lernstand und die Arbeitshaltung ihrer Kinder informiert, daneben sollen regelmäßige Elternabende und das persönliche Gespräch mit den Mitgliedern der pädagogischen Teams dafür sorgen, dass der Kontakt zwischen Schule und Elternhaus nicht abreißt.

Schule ist mehr als nur Unterricht, die Teilnahme am schulischen Leben ermöglicht es den Jugendlichen auch, wertvolle soziale Erfahrungen zu sammeln. Um das Gemeinschaftsleben zu stärken und um den Schülern die Gelegenheit zu bieten, im ALR ihren persönlichen Neigungen nachzugehen, werden über Mittag und nach Schulschluss verschiedene sportliche und kulturelle Aktivitäten angeboten. Eine regionale Arbeitsgruppe, die sich aus Vertretern der Gemeinden, der Schulen, der Vereine und später auch der Eltern zusammensetzt, wird sich unter anderem damit befassen, das schulische Angebot und die Aktivitäten der Vereine und Vereinigungen möglichst harmonisch aufeinander abzustimmen.

Der Stundenplan des ALR muss also mehr ermöglichen, als nur die Organisation von Unterrichtszeit. Lern- und Freizeitaktivitäten, eine individuellere Begleitung und Stützung des Lernprozesses und erholsame Pausen brauchen Zeit. Nicht umsonst lautet das offizielle Motto des ALR Zeit für mehr.
Der Stundenplan-Entwurf sieht 4 ganze Tage von 8.00 Uhr bis 15.30 Uhr und einen kurzen Tag von 8.00 Uhr bis 12.15 Uhr vor. Samstags haben die Schüler frei. Geöffnet hat die Schule ab 7.30 Uhr. Wenn sie möchten, können die Schüler in der Schule frühstücken.

Während der ganzen Tage verlassen die Schüler der Unterstufe die Schule über Mittag im Prinzip nicht. Nach dem Mittagessen können sie in die Hausaufgabenbetreuung gehen oder an einer Freizeitaktivität ihrer Wahl teilnehmen.

Nach Schulschluss ist ein attraktives Zusatzangebot geplant, dass wir mit Hilfe lokaler Vereine und unseres Internats verwirklichen wollen.
Die Schule verfügt über ein Restaurant mit 300 Sitzplätzen. Die Mahlzeiten werden an Ort und Stelle frisch zubereitet und unterliegen einer strikten Qualitätskontrolle. Die Schüler können zwischen mehreren Menüs wählen. Das Restaurant hat von montags bis freitags geöffnet, in unserer Cafeteria können die Schüler den ganzen Tag über eine Kleinigkeit essen.

Trotz unserer ambitionierten Ziele wissen wir, dass wir weder die Schule neu erfinden noch dass wir alles besser machen können als andere. Trotzdem werden wir alles daran setzen, dass unsere Überzeugungen und Projekte in den Klassensälen auch „ankommen“. Denn nur dort entscheidet sich, ob das pädagogische Konzept des ALR aufgeht oder nicht.

Ab September 2008 bietet das ALR die 7e classique, die 7e technique, die 7e modulaire sowie die 10. Klassen des Commerce im Régime technique, im Régime de la formation de technicien und im Régime professionnel an. Außerdem ist eine neue Ausbildung in der technischen Gebäudeausstattung und den erneuerbaren Energien geplant, die voraussichtlich 2009 im Régime de la formation de technicien starten soll.

Die 6e classique und die 8e technique sowie die 10. Klassen des Technique général und des Paramédical werden ebenfalls angeboten, wenn die Nachfrage groß genug ist. Die 7e adapte und die 8e polyvalente werden in die 7e technique bzw. 8e technique integriert. Die übrigen Klassenstufen werden progressiv eingeführt, so dass nach einigen Jahren die Klassen des technischen Unterrichts komplett angeboten werden, die Klassen des allgemeinbildenden Unterrichts vorläufig nur von Septième bis Quatrième.

Ab sofort und bis zum 29. Februar 2008 können alle Eltern, die ihre Kinder in das ALR einschreiben wollen, die Schule per Telefon (266232-20, montag- und mittwochmorgens), per Mail (secretariat@alr.lu), per Internet (www.alr.lu) oder mittels eines eigens zur Verfügung gestellten Formulars von diesem Wunsch in Kenntnis setzen.

Diese Absichtserklärung dient lediglich einer besseren Abschätzung der benötigten Ressourcen und hat keinerlei verbindlichen Charakter. Schüler, die eine Sixième oder Huitième bzw. eine Dixième besuchen wollen, können sich nach den Osterferien definitiv einschreiben. Verbindlich wird diese Einschreibung aber erst, wenn die betreffenden Schüler alle erforderlichen Dokumente vorlegen, also das Jahresabschlusszeugnis und die Fiche de départ der früheren Schule. Schüler, die auf einer Septième des ALR anfangen wollen, müssen die Fristen und Prozeduren einhalten, die den Übergang von der Grundschule zu den weiterführenden Schulen regeln.

Für alle weiteren Informationen steht Ihnen die Mannschaft des ALR zur Verfügung. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.

Weitere Informationen auf der Internet Seite: www.alr.lu

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Dernière mise à jour:  30.06.2008 (09h42)